Ich komme in die Schule

 

Unser Schulhofeingang

Ich komme in die Schule! -


ein etwas anderer Rundgang durch die Anne-Frank-Schule

Nick

Hallo, ich bin Nick! Ich bin 6 Jahre alt und gerade auf dem Weg vom ökumenischen Gottesdienst in der Stadtkirche zum Schulhof der Anne-Frank-Schule. Heute ist mein erster Schultag! Meine Schultüte wird immer schwerer, und ich bin froh, dass meine Mutter gleich darauf aufpasst.

Jetzt sind wir auf dem Schulhof. Es ist noch große Pause, und es laufen ganz viele Kinder lachend und spielend auf dem tollen Schulhof herum. Jetzt bin ich auch nicht mehr zu halten und möchte an den bunten Stangen im Stangenwald hochklettern. Der Boden ist hier ganz weich mit Rindenmulch ausgepolstert. Das fühlt sich toll an! Ich habe noch einen großen Bruder an der Schule, aber den sehe ich gar nicht. Er ist wohl hinten im grünen Hügelbereich und sucht wieder allerlei Getier. Ich steige danach auf den Hügel und bin erstaunt, dass dahinter der Hauser Ring zu sehen ist. So viele Autos, die hört man fast gar nicht.

An der Tischtennisplatte spielt Herr Riepe, der Hausmeister, mit den Kindern Tischtennis. Sie haben viel Spaß dabei! Am großen Spielschiff hocken einige Mädchen und gucken uns zu. Sie lachen und winken, und es sieht so aus, als freuten sie sich, dass wir kommen. Andere Kinder spielen Fußball auf dem angrenzenden Bolzplatz.

 

Beim Tischtennisspielen

Nun gehe ich wieder zu Mama und Papa. Da entdecke ich eine Lehrerin. Sie lacht und hat ganz viele Kinder um sich. Jetzt schellt es, und endlich geht es los! Alle älteren Kinder räumen die Spielsachen weg, stellen sich auf und gehen in ihre Klassen. Übrig bleiben wir Erstklässler und unsere Familien. Oh, es kommen Kinder aus der vierten Klasse mit bunten Schildern und unseren Namen drauf. Mama und ich halten nach dem 'Nick'- Schild Ausschau. Da, da kommt ein Junge mit meinem Schild und nimmt mich mit. Mama und Papa halten die Schultüte fest und setzen sich erst einmal in die Aula.

Ich werde ins Treppenhaus geführt. So eine schöne, breite Treppe! Schon nach den ersten Stufen kann man eine Pause einlegen und sich eine interessante Bilderwand ansehen. Papa erzählt mir später, was er dort über Anne Frank erfährt. Sie hat wichtige Dinge aufgeschrieben, die alle Menschen lesen können. Nach ihr ist meine Schule benannt. Sicherlich werde ich in den nächsten vier Jahren noch öfter etwas von Anne hören.

Ich weiß schon, wohin es dann geht. Ein bisschen kenne ich mich schon aus, weil ich schon ein paar Mal hier war. Das erste Mal zum großen Schultrödel. Mann, gab es da klasse Sachen! Und das alles von großen Kindern! Na ja, da war ich ja noch im Kindergarten. Die Verkäufer haben auch teilweise im Treppenhaus gesessen, weil schlechtes Wetter war. Jetzt kann man aber gut die breite Treppe hochgehen.

Zur Laternenausstellung war ich auch hier. Die war toll! Die Aula und die Klassen waren dunkel, und nur die Kerzen in den selbst gebastelten Laternen brannten. Es wurden Martinslieder gesungen und ein Martinsstück aufgeführt. Es gab Kindergetränke, Glühwein, Weckmänner und eine Malecke.

Vor Weihnachten habe ich dann eine Einladung bekommen, um an der großen Weihnachtsfeier teilzunehmen. Meine Mama fand, sie war zum "Bratschen" schön. Viele Kinder waren an den Aufführungen beteiligt und haben ganz großen Applaus bekommen.

Diese schönen Feste in der Anne-Frank-Schule zu erleben, fand ich toll. Genauso gefiel mir aber auch der Unterricht, den ich am Tag der offenen Tür mitmachen durfte. Ich arbeitete mit den Kindern der vierten Klasse zusammen, die im Unterricht das Thema 'Feuer, Erde, Wasser, Luft' behandelten.

Nicht lange nach meiner Anmeldung bekam ich einen weiteren Brief meiner Schule. Eine Einladung zu einer Schnupperstunde! Es gab sogar ein gemeinsames Frühstück. Gefallen hat mir, dass ich schon viele zukünftige Klassenkameraden kennengelernt habe. Jeder hat sein Namensschild gebastelt. Danach hat uns unsere Lehrerin noch einmal die Schule gezeigt, sogar das Sekretariat und das Lehrerzimmer. Unsere Sekretärin heißt Frau Weck. Im Lehrerzimmer sprachen gerade Frau Beusch, Herr Münch, Frau Nuding, Herr Stamner, Frau Niewolik, Frau Grohn, Frau Jurezki, Frau Staggenborg, Frau Bruttel und Frau Selle miteinander.

Jetzt, an meinem ersten Schultag, steht dort ein altes Pult, an dem eine Puppe mit einer Schultüte sitzt und uns begrüßt.

Wir gehen noch eine Etage höher. Im Treppenhaus hängen von ganz oben herunter viele kleine Schultüten, die sich durch die Luftbewegungen drehen. Das ist schön! Überall hängen Entwürfe des Schulhofumbaus. Für diese Aktion gibt es sogar einen lustigen Namen, nämlich "Grasmücke". Papa erklärt mir, dass der Schulhof komplett umgestaltet wurde.

Hier im 1. Stock haben vier Klassen Unterricht. An den Türschildern kann man erkennen, dass die Klasse 3a von Frau Wald, die Klasse 3b von Frau Hark-Wendland, die Klasse 4a von Frau Gerwinn - Burg und die Klasse 4b von Frau Wild unterrichtet werden.

Wir schauen uns weiter in der Schule um, denn auf der zweiten Etage sind nicht nur die zweiten, sondern auch die ersten Schuljahre untergebracht. Frau Pannes, Frau Pohle und Frau Heynen arbeiten mit den zweiten Schuljahren. Frau Meinhardt und Frau Winkelmann heißen die Klassenlehrerinnen der ersten Schuljahre.

Meine Lehrerin steht an der Klassentür und begrüßt uns Kinder. Sie weiß sogar schon meinem Namen und schickt mich auf die Suche nach meinem gebastelten Namensschild. Dort hinten am Fenster auf dem Tisch steht es. Nachdem alle Kinder eingetroffen sind, geht die Klassentür zu und die Eltern warten auf uns in der Aula.

Später hat mir meine Mutter erzählt, was dort war, bevor wir nach unserer ersten Schulstunde dazu kamen. Die Aula war durch die Mithilfe einiger Eltern nett hergerichtet. Tischgruppen mit Getränken und Plätzchen luden zum Sitzen ein. Der Andrang war groß, und einige Eltern, Großeltern oder auch Paten mussten am Rand sitzen. Aber auch sie bekamen etwas zu essen und zu trinken. Dann ergriff Frau Becht, die Schulleiterin, das Wort! Sie begrüßte ganz freundlich alle aufgeregten Erwachsenen und erzählte etwas über den Tagesablauf der neuen Schulkinder und dass diese jetzt ihre erste richtige Schulstunde hätten! Danach würden sie auch in die Aula kommen, um das kleine Programm der Klassen 2 und 3 anzuschauen.

Frau Becht erzählte vom Schulalltag, stellte die Erzieherinnen der Offenen Ganztagsgruppen und die Betreuerinnen der Übermittagsbetreuung vor. Sie ließ den Vorsitzenden des Fördervereins über die Arbeit des Vereins berichten. Danach konnten die Eltern Fragen zum Thema Schule stellen. Ja, und dann schellte es! Viele Kinder der Schule kamen in die Aula.

Schule ist schön! Unsere 1. Schulstunde war spannend. Jedes Kind hat sein Namensschild auf den Tischen gefunden und sich hingesetzt. Wir haben gemeinsam im Kreis ein Lied gesungen und anschließend die ersten Sachen aus unserem Ranzen in Körbchen geräumt. Nun durften wir unsere Namen und Lieblingszahlen auf ein Arbeitsblatt schreiben, das dann in der Klasse aufgehängt wurde. Danach hat es schon geschellt, und unsere erste 'richtige Schulstunde' war um.

 

Einschulungsfeier

Jetzt gehen wir zu zweit in der Reihe in die Aula. Wir dürfen ganz vorne sitzen! Da sind Mama und Papa und winken mir zu. Manchen Kindern fällt es schwer, sitzen zu bleiben. Jetzt zeigen die Kinder der anderen Klassen, was sie extra für uns vorbereitet haben. Jede Klasse trägt ein Lied vor oder sagt ein Gedicht über ein Tier auf. Danach singen alle Kinder Lieder eines Musicals. Das ist ganz toll und die Kinder bekommen viel Applaus. Ja, und dann ist schon alles zu Ende.

Ich zeige Mama und Papa noch meine Klasse. Sie wollen gerne einige Fotos machen. Meine Klasse ist hell mit großen Fenstern, hat eine Lese- und Computerecke und viele Regale. Es ist richtig gemütlich.

Ich muss noch mal in die erste Etage, weil ich mich in der Übermittagsbetreuung bei Frau Oberwinster vorstellen möchte. Der Raum der Gruppe ist hier. Nun stehe ich vor der Betreuungsgruppe. Durch die Tür hört man die Stimmen von spielenden Kindern.

Noch eine Etage tiefer geht es auch munter zu. In der Nähe des Lehrerzimmers befindet sich nämlich die Mensa für die Kinder der OGS-Gruppen. Die Erzieherinnen und Betreuerinnen, Frau Bittner, Frau Hoffmann, Frau Rueß, Frau Wenke und Frau Metelmann haben den neuen Eltern viel zu erklären und teilen Formulare für den Offenen Ganztag und die Übermittagsbetreuung aus. Alle sind nett und kümmern sich um die Kinder. Ich sage "Hallo" und melde mich für morgen an. Damit alle Kinder genügend Platz zum Spielen haben, sind die Gruppen des Offenen Ganztags in vier Wohnungen mit Sitz-, Bau- und Spielecke, sowie Tischen zum Malen im alten "Lehrerhaus" direkt neben dem Schulgebäude untergebracht.

Wir gehen wieder ganz runter zum Ausgang. Überall hängen Bilder im Treppenhaus und das breite Holzgeländer lädt zum Rutschen ein - aber das ist verboten!

Die Turnhalle kenne ich auch schon. Da gehe ich zweimal in der Woche zum Tae-Kwon-Do-Training des TV Ratingen.

 

Kwon-Do-Training

Obwohl meine Schule schon sehr alt ist, fühle ich mich hier geborgen, was mit Sicherheit auch an den Lehrerinnen liegt. Und wenn ich nachmittags Lust habe, kann ich auf dem tollen Schulhof spielen. Ab und an kommt auch das Spielmobil zu Besuch.


Heute war alles ganz schön aufregend - ich bin gespannt, was wir morgen erleben!